Basiswissen
über das
Snowboard

Nächste Module Als nächster Schritt geeignet 1.1 Sturztechnik 1.2 One Foot

1.0 Erster Kontakt

In diesem Modul lernen wir das Snowboard besser kennen, indem wir schauen wie wir uns darauf bewegen können und was unsere Bewegungen für einen Einfluss haben. Ausprobiert wird dies mit einem sicheren Stand auf einer flachen Ebene, so dass das Snowboard nicht wegrutscht. Ziel der Übung ist es, dass man ein grobes Gefühl für das Snowboard bekommt und man in jeder Position wieder zur Grundposition zurückfindet. Bevor wir damit beginnen, müssen wir aber noch herausfinden, welcher Fuss du beim Fahren vorne haben wirst.

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Goofy oder Regular?

Bevor du mit dem Snowboarden beginnst, musst du herausfinden, welcher Fuss du beim Fahren vorne haben wirst. Um dies herauszufinden lässt du dich entweder von jemandem leicht schubsen und schaust mit welchem Fuss du dich auffängst, oder springst auf eine Treppe. Wenn du den rechten Fuss vorne hast fährst du Goofy und wenn du den linken Fuss vorne hast fährst du Regular.

Das Snowboard

Dem Snowboard und dessen Eigenschaften könnte man ein ganzes Kapitel widmen. Am Anfang musst du aber nur die verschiedenen Seiten des Snowboardes kennen. Zum Glück sind die Bezeichnungen sehr einfach zu verstehen. Vorne haben wir die Nose und hinten das Tail. Die lange Kante bei den Zehen wir Toe-Side Kante genannt und die lange Kante bei den Fersen ist die Heel-Side Kante.

Grundposition

In der Grundposition steht man leicht in den Knien auf dem Snowboard und schaut mit dem Kopf in die Fahrtrichtung. Als Goofy Fahrer schaut man also nach rechts und als Regular Fahrer nach links. Der Oberkörper ist leicht in die Fahrtrichtung gedreht und die Arme sind entspannt neben dem Körper.

Als Beginner oder für Kinder kann es am Anfang von Vorteil sein beide Arme seitlich auszustrecken. Zum einen ist die Balance so etwas einfacher und zusätzlich können so Übungen visuell verständlicher für Kinder zum nachmachen vorgezeigt werden.


Grundposition mit beiden Händen in Fahrtrichtung orientiert.

Grundposition für Beginner mit Händen auf der Seite für eine bessere Balance.

Positionen und Bewegungen auf dem Snowboard

Während dem Snowboarden sind wir während der Fahrt immer mit beiden Füssen über die Bindung fest mit dem Snowboard verbunden. Dies gibt uns die Möglichkeit, mit unserem Körper und den Füssen durch Bewegungen und Gewichtsverlagerungen unterschiedliche Kräfte auf das Snowboard zu übertragen. Am Anfang sollte man diese Grundbewegungen im Stand ausprobieren, um zu erfahren wie man sich auf dem Snowboard bewegen kann. Zusätzlich bekommt man ein besseres Gefühl dafür, wann man sich in der Grundposition befindet. Die aufgeführten Bewegungen werden wir dann nach und nach in den verschiedenen Modulen während der Fahrt anwenden.

Aufkanten und Abkanten
Bei diesen Bewegungen geht es um die Zunahme bzw. Abnahme des Schneewiderstandes, verursacht durch die Snowboardkante. Am einfachsten stellt man sich ein kleines Dreieck zwischen der Snowboardkante und dem Schnee vor, dies nennt man Aufkantwinkel. Wenn wir diesen Winkel nun vergrössern kanten wir auf und wenn wir diesen Winkel verkleinern kanten wir ab. Mit dem Aufkanten bremsen wir das Snowboard ab und beim Abkanten werden wir schneller. Die Bewegung geschieht über den Fuss und da wir unsere Füsse unabhängig voneinander bewegen können, kann man auch nur mit einen Fuss auf- oder abkanten. Wenn wir nun nicht mit beiden Beiden dasselbe machen wird sich das Snowboard in die Richtung des Fusses, mit welchem wir abkanten, drehen. Dieses gleichzeitige Auf- und Abkanten nennt man auch Torsion.

Im Flachen Gelände und ohne Fahrt ist es nicht ganz einfach auf der Kante zu stehen. Kante also nur ganz leich auf und ab und halte dich gegebenfalls an einem Kollegen fest.

Bewegung Aufkanten
Bewegung Abkanten
Torsion

Umkanten
Unter Umkanten versteht man, wenn man von der Heel-Side-Kante zur Toe-Side Kante, oder umgekehrt, wechselt. Dies ist notwendig bei Drehungen, da man sich ansonsten verkanten würde.

Der Begriff Auf- und Abkanten wird unabhängig von der Kante, auf welcher die Bewegung ausgeführt wird, gebraucht. Kurz gesagt:
Aufkanten: den Aufkantwinkel, sprich Schneewiderstand, vergrössern
Abkanten: den Winkel zwischen der Snowboardkante und dem Schnee, also den Schneewiderstand zu verkleinern


Belasten und Entlasten
In der Grundposition haben wir beide Füsse gleich fest belastet. Um eine Änderung der Belastung zu spüren können wir unseren Oberkörper mit der Hüfte leicht in Richtung Nose oder Tail versetzen. So wird das Snowboard auf der Seite, auf welche wir die Hüfte versetzt haben, automatisch mehr belastet. Das gleiche funktioniert natürlich auch in die andere Richtung. Probiere dies aus und schaue wie fest du das Gewicht verlagern kannst, bis sich deine Nose bzw. das Tail vom Boden abhebt. In den meisten Übungen muss man allerdings das Gewicht nur ganz leicht auf den vorderen bzw. hinteren Fuss verlagern.


Extremes belasten des vorderen Fusses.
Extremes belasten des hinteren Fusses.

Beugen und Strecken

Beim Beugen geht es nicht darum sich über etwas zu beugen, sondern ganz einfach in die Knie zu gehen. Beim Strecken machen wir das Gegenteil und stehen auf, machen uns also ganz Gross. Vor allem als Beginner hört man vom Snowboardlehrer des Öfteren man soll doch etwas mehr in die Knie gehen und selber denkt man, man sitzt doch schon halb auf dem Schnee. Übertreibe während dem Üben ruhig und gehe soweit in die Knie wie du kannst, um ein besseres Gefühl für die Beugung zu bekommen. Im Stand ist es wegen der Balance jedoch nicht ganz einfach richtig tief in die Knie zu gehen.

Beugen durch in die Knie gehen.
Strecken aufstehen und sich gross machen.

Drehen

Drehbewegung werden auf dem Snowboard mit Hilfe des Oberkörpers initiiert. Wir können hier zuerst mit dem Oberkörper leicht Ausholen, um ihn dann vorzudrehen. Der Unterkörper wird sich mit dem Snowboard solange mitdrehen, bis wir mit der Vordrehung des Oberkörpers aufhören. Um diese Grundbewegung zu üben, stehest du in der Grundposition und streckst beide Arme aus. Drehe dann deinen vorderen Arm in die Richtung, in welche Du dich drehen willst. Schaue, dass beide Arme immer eine Linie bilden. Langsam sollten sich nun auch dein Unterkörper und das Snowboard mitdrehen.

Drehung Ausholen
Drehung Vordrehen
Drehung Mitdrehen